Herbstbiathlon 2016

Ein kleiner Rückblick auf den diesjährigen Herbstbiathlon, der am Sonntag, den 16. Oktober in Sondelfingen stattgefunden hat.

Im Vorfeld gab es einiges zu beachten, denn wir sind ja mal wieder an einem, neuen Austragungsort gelandet. Durch die freundliche Unterstützung des Sondelfinger Bezirksbürgermeisters (sowie dessen Team) und dem zuständigen Beamten aus dem Amt für Öffentliche Ordnung wurde eine komplett neue Stelle im Auchtertwald ausgeguckt.

Mir war von Anfang an klar, dass dies zu einer Herausforderung, vor allem für die Cross Skater führen wird. Wir kennen die Strecken ja, da fahren wir öfters mit dem Lauftreff.

Erstens ist der Start gleich an einer Steigung. Das bringt gleich mal den Puls sofort nach oben.

Zweitens ist der Start ziemlich eng – also „Massen“-Start mit 7 gleichzeitig startenden Teilnehmern ist so gut wie nicht möglich.

Drittens der Cross Anteil quer durch den Wald ist sicher nicht einfach zu fahren.

Viertens der Zieleinlauf ist ja der Start also auch sehr eng und den Buckel wieder runter – das könnte zu gefährlichen Situationen führen.

Fünftens, neue Zeiteinteilung für die verschiedenen Disziplinen und Starterfelder. Alles Neu (Strecken, Anzahl Runden), also keine Ahnung wie sich das wohl verhalten wird Annahmen getroffen und gehofft, dass dies einigermaßen passt.

Das waren die Hauptpunkte, die es zu bedenken und zu lösen galt, neben dem üblichen Aufwand für die gesamte Organisation und Durchführung.

Der Aufbau/Abbau (Zelt aufbauen, Strecken markieren, Absperrungen aufstellen, Schießstand aufbauen) und viele, viele kleinere aber dann doch zeitaufwändige Tätigkeiten haben zum Glück und nur mit viel Engagement der Helfer sehr gut geklappt. Hier nochmal ein extra großes Dankeschön an das Team, ohne deren Mithilfe diese Veranstaltung gar nicht funktionieren kann.

Der „Massen“-Start für Nordic Walker und Läufer war gar kein Problem. Das ging reibungslos und mir kam nichts zu Ohren, was man hier hätte anders machen sollen. Außer die Anzahl der Runden für die Nordic Walker zu erhöhen. Das wurde bewusst auf 3 Runden gesetzt wegen dem möglichen Zeitaufwand. Zudem ist der Termin Mitte Oktober ziemlich spät und die Dunkelheut setzt früher ein – da hatten wir ja noch keinen Plan wieviel eigentlich teilnehmen werden und wie sich die Starterfelder sich zusammensetzen.

Bei MTB und NCS haben wir uns für einen Jagdstart entschieden. Also mit Abstand von 5 Sekunden die Starter einzeln auf die Strecke gelassen. Das war für mich Premiere und ich hatte keine Ahnung, ob und wie das funktionieren wird. Hier könnte man überlegen den Abstand etwas zu erhöhen und ich muss darauf achten, dass die „normalerweise“ schnelleren nicht durch die „langsameren“ ausgebremst werden. Allerdings nivelliert sich das auch ganz schnell wieder, denn „oben“ gibt es ausreichend Überholmöglichkeiten.

Was ganz toll geklappt hat war das Wetter – ein ganz toller Tag mit viel Sonne. Im Schatten am Schießstand, Start/Ziel und dem drum herum wurde es zwar nie warm aber außerhalb war es echt toll sonnig und auch angenehm warm. Beste Bedingungen für die Veranstaltung.

Wie immer haben wir mit den Nordic Walkern begonnen und danach die Läufer in die Runden geschickt.

Für diese beiden Disziplinen wurden dieselben Strecken gewählt, die jeweils 3 Runden gelaufen wurden. Zwischendrin wurde dann geschossen einmal liegend und einmal stehend.

Nach dem Durchgang aller NW und Läufer haben wir eine Zwischenauswertung gemacht und sind gleich in die Siegerehrung gegangen. Die Idee dahinter war, dass die nicht den ganzen Tag bis zum Ende der Veranstaltung warten müssen. Ich glaube das behalten wir auch bei.

Nach der Siegerehrung gingen dann die Mountainbiker auf Strecke. Denen haben wir die längste Strecke zugeordnet, die 4-mal durchfahren werden musste mit Schießeinlagen: liegend, stehend, liegend. Fast alles im Wald mit viel Potential auf Cross. Da warte ich noch auf Feedback – ich denke aber, dass die Strecken ganz gut waren. Ich bin sie zwar selber mit dem MTB abgefahren bin aber hier sicher nicht der, der eine Beurteilung unter Wettkampfbedingungen abgeben kann.

Aber wie immer sind die mit viel Engagement und power unterwegs. Zum Schießstand immer mit Bremsspur zum Halten gekommen und keine Zeit zu verlieren – das macht doch echt Spaß zuzuschauen.

Zum Schluss waren dann die Cross Skater dran (auch 4-mal, wie bei MTB). Ich habe mich dieses Jahr auch wieder eingeteilt und durfte das da am eigenen Leib erfahren, was ich den Kollegen das so angetan habe Außerdem mache ich den Event ja nur für mich …..

Erst mal musste ich mit echt warm fahren, denn den ganzen Tag bei relativ geringen Temperaturen und fast keiner Bewegung, da kühlt man dann schon aus. Aber in der Sonne warm fahren hat dann doch recht schnell für die richtige Betriebstemperatur gesorgt.

Auch ich empfand die Strecke als eine Herausforderung aber machbar. Mir persönlich hat es echt Spaß gemacht den Anstieg die anschließende Cross Strecke und dann wieder zurück zur Abfahrt.

Durch den Regen am Vortag war alles recht feucht. Waldarbeiten haben zusätzlich dafür gesorgt, dass die Strecke schlicht weg etwas rutschig war und den Buckel runter musste man halt etwas vorsichtiger sein.

Trotz des Engpasses fand ich dass es gut ging, denn mit Vollgas und womöglich noch den Berg hinunterschieben wäre für mich definitiv eh nicht in Frage gekommen. Dazu ist der Untergrund zu Cross zu glitschig – für mich zumindest.

Mein Schießen hat sich etwas verbessert. Es bringt also doch was an den Veranstaltungen am Süddeutschland Cup – Laser-Biathlon teilzunehmen. (Training halt !!!!). Von daher war ich eigentlich ganz zufrieden mit mir und meinem Ergebnis. Vor allem steht bei mir der Olympische Gedanke im Vordergrund auch wenn ich schon mit etwas Ehrgeiz an die Sache ran gehe. Aber so soll es ja auch sein, denk ich.

Gegen die Spitzenreiter (also die üblichen Verdächtigen – siehe Ergebnisliste) werde ich wohl in diesem Leben keine so große Chance mehr haben – aber das macht mir auch nix aus. Ich habe und hatte Spaß an dem Sport und den Veranstaltungen – Fertig !

In diesem Jahr sah das Starterfeld wie folgt aus:

8 Nordic Walker (1 Mannschaft)

14 Läufer (2 Mannschaften)

14 Mountainbiker (2 Mannschaften)

14 Cross-Skater (3 Mannschaften).

Zu den Einzelwertungen gab es auch eine Mannschaftswertung (wo die ersten 3 Starter gewertet wurden).

Ergebnisse Einzelwertung: http://herbstbiathlon.de/ergebnisliste-2016-einzelwertung/

Ergebnisse Mannschaftswertung: http://herbstbiathlon.de/ergebnisliste-2016-mannschaftswertung/

Besonders tolle Leistung empfand ich natürlich Safida als einzige Frau unter den Cross Skatern. Super Leistung und hoffentlich Motivation für weitere Frauen, die sich ausreichend auch unter den Cross Skatern befinden, da auch mal mitzumachen.

Hervorzuheben ist auch Hansi, der sich in 3 Disziplinen verausgabt hat (RUN, MTB und NCS). Zudem auch noch beste Ergebnisse erzielt hat. Mein voller Respekt gilt ihm dabei. Mal sehen, ob wir noch mehr von solchen Kalibern in der Zukunft sehen dürfen.

Vielen Dank an alle die mir Ihre Bilder zugeschickt haben. Das ist immer ganz toll – wer noch welche hat bitte zustellen.

Ich freu mich auch über euer Feedback – egal, ob selber aktiv dabei gewesen oder nicht (warum eigentlich ?). Bitte unbedingt antworten – am einfachsten direkt per eMail oder über das Feedback Formular.

Ich bin froh, dass es nun vorbei ist aber auch froh, wenn wir uns nächstes Jahr wieder zum Herbstbiathlon und/oder bei einer der anderen Veranstaltungen treffen.

Abschlussveranstaltung am Notschrei

Am 3. und 4. Oktober 2015 hatten wir unsere Abschlussveranstaltung der Biathlon Serie – „Süddeutschland Cup – Laser-Biathlon“ im Schwarzwald am Notschrei.

Das ist ein verdammt langer Satz und beinhaltet trotzdem nur einen Bruchteil von dem, was alles damit zu sagen wäre.

Die Schwarzwald Nordic Arena Notschrei ist DSV Bundesstützpunkt Nordisch/Biathlon.

Wir durften die Schießanlage nutzen sowie die 3 asphaltierten Ski-Roller-Strecken (1,7 km, 2,0 km und 2,5 Km).

Der Schießstand der Sparkassen-Arena hat 24 Stände für Kleinkaliber und Luftgewehre. Zusätzlich stehen drei Laserstände zur Verfügung (Hora 2000 L), die wir dann nutzen durften.

50 Meter wie die großen Vorbilder – das ist schon spannend (Guck mal wie weit das weg ist !).

Wir treffen uns auf der Schließanlage so gegen 10 Uhr am Samstagmorgen. Es ist bewölkt und wie erwartet bei ca. 1200 m Höhe der berühmte Kittel kälter als wo anders. Bis wir uns alle begrüßt und über die ersten Themen ausgetauscht haben wird es freundlicher und die Sonne kam heraus.

In der Sonne ist es dann auch gleich um einiges wärmer. Es folgen die ersten Schießeinlagen zum Training – Oh mein Gott sind 50m weit !

Das Gewehr ist der Hammer – ein echtes KK auf Laser umgerüstet. Magazine mit 5 „Schuss“ und oder Nachlader. Lautsprecher simulieren den Schuss lautstark und verdammt Nahe an der Realität.

Die Ziele können auf liegend umgestellt werden dann verringert sich tatsächlich auch der Scheibendurchmesser. Der absolute Wahnsinn und für meine Schießkünste natürlich tödlich. Egal das Erlebnis und die Herausforderung stehen eindeutig im Vordergrund.

Wir sind erst mal alle Strecken mehrmals durchgefahren – die 2,5 Km Strecke hat 2 recht knackige Anstiege drin. Da freut sich der Puls  😎   – alle Strecken sind profiliert und sicher nicht langweilig. Schöner Asphalt, der sehr griffig ist und auch bei Nässe gut hält. Die paar Blätter auf der Strecke stören absolut nicht – man muss also darauf keinerlei Rücksicht nehmen.

MassenstartEndlich legen wir los – der erste Wettkampf ist ein Sprint (Prolog) 3 x 2,0 Km – 1 x liegend und 1 x stehend schießen. Ich buche natürlich alle Strafrunden für mich. War ja klar – aber was solls.

Aufgrund der Tatsache, dass wir so spät angefangen hatten verschob sich alles stark nach hinten, Eigentlich war noch ein Nachtlauf geplant, aber alle Beteiligten waren der Meinung das heute einfach ausfallen zu lassen. Stattdessen haben uns zum Abendessen verabredet, wo wir dann den Tag gemeinsam ausklingen ließen.

Für den nächsten Tag war Regen angesagt – so ein Mist!

Am nächsten Morgen haben wir uns wieder auf 10 Uhr verabredet. Der erste Blick am Morgen galt natürlich gleich dem Wetter.

Oje, es regnete wie aus Kübeln – aber es gab auch einige helle Flecken am Himmel – und ich als alter Optimist war bei diesem Anblick natürlich gleich schon mal besser gelaunt.

Nach dem Frühstück ab zum Notschrei. Es war nebelig und feucht und die Temperaturen sind nochmal runter– A B E R – es regnete nicht. Das ist doch super !

Erst mal wieder Training und Einfahren. Die 50 m sind nicht kürzer geworden oder näher herangerückt – komisch. Es wurde eher schlimmer, denn man bemerkte/spürte eindeuting die Erddrehung und natürlich den Seitenwind – so viel Herausforderung hätte ich also nicht erwartet 🙂 🙂 🙂 🙂

Wir haben dann mit 5 x 2,0 Km gestartet (so wurde es zumindest ausgezeichnet – der grünen Strecke folgend). Man kann sich vorstellen, dass es dann 4 Schießeinlagen gibt und ich die Chance auf 20 Strafrunden hatte. Wir sind als Verfolger auf die Strecke – also mit dem Zeitabstand, den wir am Vortag herausgefahren haben. Ich war im guten Mittelfeld 🙂 🙂

Startaufstellung-Verfolger

 

 

 

 

Um es gleich zu sagen, und darauf bin ich ein wenig stolz – ich musste keine 20 Strafrunden drehen – juhe – es waren etwas weniger – das half mir dann auch tatsächlich mich um 1 Platz nach vorne zu fahren.

StrafrundeZum Mittag wollten wir dann noch eigentlich 5 x 2,5 Km machen – aber alle waren sich einig, dass dies die Kräfte doch sehr stark überlasten würde. Am 2. Wettkampftag mit etwas Vorleistung im ganzen Körper.

Wir haben uns dann drauf geeinigt, dass wir eine Team-Staffel machen (Super Vorschlag von Tom). Alle waren einig und zackig wurden die Teams ausgeguckt. Es wurden 2er Teams gebildet. Jeder Starter dreht 2 Runden. 1. Runde Vollgas, dann schießen und 2. Runde Vollgas mit Strafrunde. Das war der Hammer die Sprints auf kurzer Strecke mit Vollgas sind wahnsinnig. Aber es hat einen riesen Spaß gemacht. Darüber waren sich alle einig.

Kurzum ein rundum gelungenes Wochenende – Danke an Michael und sein Team für die Organisation.

Ziel-EinlaufMal unter Wettkampfbedingungen das zu erfahren was die Biathleten so leisten ist einfach unbeschreiblich. Das ist eine Herausforderung und Motivation zugleich, unglaublich. Jeder kann das machen im Rahmen seiner Möglichkeiten – ich kann es nur jedem empfehlen, sich das einfach mal zu geben. Es ist einfach schön unter gleichgesinnten zu sein sich auszutauschen und den Sport zu genießen.

Der Eine oder die Andere ist halt etwas schneller unterwegs und auch besser im schießen –Ja und ????????

Mir hat es richtig Spaß gemacht und ich bin nächstes Jahr ganz sicher wieder dabei !

Bis dahin .. Hagi