Bodenseetour 2020

Endlich haben wir es mal wieder gepackt die Bodenseetour anzugehen.

Es wollte in der letzten Zeit einfach nicht mehr klappen. 2018 hatte ich einen privaten Grund und musste das ausfallen lassen. 2019 mussten wir kurzfristig absagen – wir wären zu zweit gewesen aber der Mitstreiter hatte dann geschäftliche Prioritäten – nachvollziehbar – aber leider nicht nachholbar.

Im Februar 2020 hatten wir uns bereits auf den Termin geeinigt und das Wochenende vom 10.07. ausgeguckt.

Von 4 geplanten sind dann 3 übrig geblieben, Alex, Hansi und ich.

Letzte Vorbereitungen am Morgen

Tag 1 der Tour von Reutlingen nach Tuttlingen

Alex und ich wollten um 7 starten und uns dann 30 Minuten später in Betzingen mit Hansi treffen. Erstens kommts anders und zweitens als geplant. Noch im Hof stehend (zum Glück schon da) hatte ich festgestellt, dass ich links ziemlich wackelig auf dem Cross Skate stand. Der Grund dafür ist ein gebrochener Bremssattel, der unten am Drehpunkt wo die Schraube durchgeht gebrochen ist, davon habe ich jetzt leider eine ganze Sammlung – zum Glück habe ich Ersatz da und konnte das gleich reparieren – so sind wir dann ca. 30 Minuten später los.

Wetter gut – Laune gut !

Das Wetter war für den ersten Tag als recht gut angemeldet – alle Wetter Apps und Prognosen standen auf Sonne aber nicht zu heiß. Also beste Bedingungen, was für den 2. Tag eher nicht so aussah.

Wie geplant ist dann Hansi in Betzingen dazugestoßen und wir sind los, wie gehabt in Richtung Mössingen auf den Hohenzollernradweg – diesem folgend nach Tuttlingen als erste Etappe.

Alles lief ganz gut an, wir rollten uns ein und kamen recht gut voran – es sollte die Etappe der Baustellen werden. Ich weiss nicht mehr wie viele Baustellen wir unterwegs hatten wo wir stark ausgebremst wurden und abschnallen mussten 5 oder 6 waren es bestimmt. Die Interessanteste davon war in Richtung Hechingen. Da geht es schon recht knackig hoch und der Untergrund macht das Rollen auch nicht gerade einfach – also hoch gequält – endlich oben, rollen wir noch ein paar Meter und stehen vor einer Aufschüttung die mal locker 5-7 Meter hoch war. Kein Schild, keine Warnung nix – nur ein Berg – den mussten wir hochklettern, das ist wohl schon mehreren so gegangen, denn es hat sich ein Trampelpfad entwickelt. Einige 100m zu Fuß über die Aufschüttung dann konnten wir wieder Rollen und es ging weiter in Richtung Balingen.

Mahlzeit in Balingen – Halbzeit Tag 1

Unsern ersten Zwischenstopp – Balingen zum Mittagessen haben wir gegen 11:30 erreicht. Wir waren ganz zufrieden wie es so gelaufen ist und haben uns sehr gefreut über das tolle Wetter und das gute Mittagessen. Wasser auffüllen – ich hatte wohl ein Auslaufmodell und musste 2x füllen. Los geht es an den vielen Eisdielen vorbei weiter in Richtung Gosheim.

Der Gegenwind hat massiv zugenommen. Die Geschwindigkeit, die wir fahren konnten wurde massiv nach unten korrigiert und das am Tag 1 wo wir eh fast alle Höhenmeter drin haben. Boah das kostet Körner.

In Schörzingen haben wir wieder den kleinen Laden “überfallen” und nochmal massiv flüssigen Zucker in Form von Cola und Spezi zu uns genommen bevor es dann den “netten” Anstieg am Ortsausgang von Schörzingen in Richtung Gosheim hochgeht. Da waren sie dann wieder die Stellen des Asphalts wo es Windstill war aber die Sonneneinstrahlung voll zugeschlagen hat und somit der Boden klebte, dass die Cross Skates abrupt bremste und fast zum Stehen gebracht hat.

Sieht entspannt aus, gell ?

Meine 2 Begleiter (die kraftstrotzenden Jungspunde) sind den Anstieg hochgerollt – Chapeau sage ich da nur immer (echt hart) – ich habe Angst zu viel zu verbrauchen und schnalle dann ab und geh zu Fuß hoch.

In Wehingen hat uns dann noch der Kollege “übermotiviert” eine kleine Umwegvariante eingebaut, weil er vor lauter Freude am Rollen die Abbiegung nach Gosheim verpasst hat. Da mussten wir halt noch mal zurück (hoch) rollen um wieder auf der Spur zu sein.

In Gosheim haben Hansi und ich dann nochmal am Sportplatz Wasser getankt bevor wir den Anstieg am HERMLE vorbei in Richtung großer Anstieg (18%) – ist das der Heuberg ? Zumindest heißt die Straße so.

Alex und ich sind ein Stück hochgerollt um dann abzuschnallen, weil es da massiv ansteigt und auch nur auf der Straße gerollt werden kann.

Ist schon a bissle Arbeit bis hierhin !

Jetzt kommt der Hammer – wir sehen, dass Hansi immer weiter rollt, und rollt und irgendwann mal weg war. Oben angenommen erzählt er uns, dass er dachte heute seien sowenig Autos unterwegs und er wollte den Anstieg einfach rollen. Wow – die Premiere der Bodenseetour ! Hansi bezwingt den Berg rollend !

Ich hatte unten schon einen toten Punkt und war echt ziemlich kaputt. Der Gegenwind hat massiv dazu beigetragen, dass es mich sehr anstrengte und das Pulver zur Neige ging und die Kerle rollen die Berge hoch als wären wir auf Kaffeefahrt. Toll / Super / Klasse !!!!

Jetzt gibt es nur noch ein Zwischenziel nämlich das Schützenhaus Böttingen, wo wir nochmal nachtanken und eine kleine Pause machen bevor wir vollends nach Tuttlingen rollen. Zwischendrin gibt es einen Fahrbahnverlauf, denn wir in der Regel auch zu Fuß umgehen, weil normalerweise viel zu viel Verkehr ist und die in der Regel nicht gerade schleichen

Hansi ist auch das gerollt – Mensch wo kommt die ganze Kraft her.

Jetzt geht es vollends nach Tuttlingen.

Auch da meinte Hansi wieder an der richtigen Stelle nicht abzubiegen zu müssen und hat sich dann noch einen kleinen Zuschlag gegönnt (der hat ja auch noch nix getan und musste die fehlenden km vom Morgen noch ausgleichen – ha ha).

Wir haben das neue Hotel, das wir in diesem Jahr ausgewählt haben, etwas suchen müssen. Dort haben wir uns dann alle gesund und munter wieder getroffen und erst mal tierisch gefreut, dass wir trotz dem starken Gegenwind und den vielen Anstiegen die ersten 95 Km unserer Tour geschafft haben.

Nach dem Duschen ging es zum feudalen griechischen Essen – das hat mir den Rest gegeben und ich bin fast am Tisch eingeschlafen – zumindest die Augen eher von unter zu gemacht. Wir sind bald ins Bett und haben alle recht gut geschlafen.

Meine Tourdaten – Tag 1

95,74 Km, 1336 steigende Höhen und 1040 fallende Höhen
343 min. Höhe, 995 max. Höhe
7:03h in Bewegung und 11:34h gesamt
Durchschnittsgeschwindigkeit 13,6 Km/h

Tag 2 der Tour von Tuttlingen an den See und dort entlang bis Wasserburg

Die Wettervorhersage war nicht berauschend – demnach hätte es fast den ganzen Tag regnen sollen. Ein trockenes Fenster war zum Start für ca. 8:30 angezeigt – also haben wir beschlossen etwas später zu frühstücken als sonst. 7:45 gab es dann ein tolles Frühstück und alles Corona-Regel konform. So gestärkt sind wir dann los und wie immer erst mal den Weg zum Wittoh suchen.

Das ist leider der Start in den Tag, da geht es erst mal gewaltig hoch von Tuttlingen mit ca. 660m auf 844m (so sagt das mein Garmin zumindest).

Nach dem Frühsport – vor der Abfahrt 🙂

Typischerweise rollen wir ein Stück hoch und gehen dann zu Fuß um nicht gleich am Morgen schon eine große Portion Körner zu verbraten – das hat Alex diesmal anders gesehen und erst mal komplett hoch gerollt – und das am frühen Morgen nach dem Frühstück- was soll ich dazu sagen ? 🙂

Selbst wenn der erste Anstieg geschafft ist, geht es doch ziemlich wellig weiter bis zum höchsten Punkt, den wir auch gemeinsam rollen.

Ab jetzt ist eine große Abfahrt angesagt. Wir ziehen uns was wärmeres an, um nicht zu stark abzukühlen bei der Abfahrt.

Die Straßen sind trotz Regen in der Nacht ziemlich trocken und es macht dann wieder richtig Spaß da runter zu rollen – Genuss pur !

In Eigeltingen dürfen wir wieder eine gesperrte Straße durchwaten, diesmal allerdings mit angeschnallten Geräten. Jetzt geht es noch Richtung Golfplatz und den kurzen aber heftigen Anstieg hoch – das wars dann erst mal für lange Zeit mit den bemerkenswerten Anstiegen.

Mittagspause direkt am See.

Wir genießen die Kilometer, die wir zügig wegfressen. Der Wasserverbrauch ist bei allen merklich zurückgegangen. Die Pausen sind zum Nachfüllen und Mittagessen da.

Nach ca. 60 Km (kurz nach Meersburg) haben einen schönen Biergarten mit Selbstbedienung direkt am See gefunden echt toll und es verbleiben ja “nur” knappe 40km.

Es kommt nicht mehr viel spektakuläres – wir rollen schön am See entlang und freuen uns, dass es trotz allen für uns schlechten Wettervorhersagen nicht regnet, nein, sogar die Sonne meistens draußen ist allerdings bei ca. 22° (also echt super Bedingungen).

Ortsausgang Friedrichshafen machen wir unseren letzten geplanten Halt und hauen uns nochmal Zucker sonstiges rein – es bleiben noch ca. 15km die wir gestärkt und motiviert angehen.

In Eriskirch drehen wir nochmal ne Zusatzrunde, weil wir die richtige Abzweigung nicht gleich wahrgenommen haben. Was soll’s das kostet uns nix.

Blick aufs Seniorenheim
Blick vom Seniorenheim auf den See

Kurz vor dem Abschlussanstieg stoppen wir noch an einer Tanke und holen uns ein Gipfelgetränk :-), denn es geht nur noch mal kurz den Anstieg in Kressbronn am Seniorenheim vorbei aufwärts und die letzte Bergeinheit zum “Toni” (St. Antonius Kapelle) hoch – wir finden das super und freuen uns sehr den Tag trocken bei sehr guten Bedingungen bis hierhin geschafft zu haben.

Gruß vom Toni

Unser Erfolgsgetränk von der Tanke vernichtet rollen wir die verbleibenden 2-3 km zur unserer Unterkunft in Wasserburg.

Geschafft und hoch zufrieden !

Nach der Dusche geht es zum Abendessen an den See runter in Wasserburg – wo wir den Tag gemütliche und mit vollem Magen ausklingen lassen.

Ich schlafe gut und relativ (für meine Verhältnisse) lange. Nach dem Frühstück ab in den Zug und nach Hause.

Meine Tourdaten – Tag 2

93,96 Km, 679 steigende Höhen und 911 fallende Höhen
392 min. Höhe, 852 max. Höhe
6:00h in Bewegung und 9:47h gesamt
Durchschnittsgeschwindigkeit 15,6 Km/h

summa summarum eine gelungene Tour.
Keine Ausfälle, keine Unfälle – einfach nur cool !
Nächstes Jahr gerne wieder – wann wollen wir das angehen ?
Die Sommerferien 2021 fangen am 29.07.2021 an – also wieder am 09. oder 16.07.2021 ? Meldet euch hier: https://www.nordic-sports-reutlingen.de/events/bodensee-tour/

Lauftreff am Samstag

Heute morgen um 10 getroffen um die Standard Runde zu Rollen.
War noch ganz schön kühl. Aber in der Sonne echt herrlich.
Der Untergrund wird wieder besser und lässt wieder längere Bewegungen zu.
Außer auf Eisplatten – das war dann doch noch spannend 2 x hatten wir echtes Eis auf dem Weg, das heisst es dann schön vorsichtig sein und ggf. aussen rum gehen (ging einmal leider nicht anders).
Naja in der Nacht war schon recht kalt und wir sind mit Minusgraden in den Tag gestartet.
Die Sonne hat allerdings echt Kraft und wärmt dann, wenn sie sich zeigt, dann schon mächtig auf.
Es hat Spaß gemacht und wir bleiben jetzt dran.

Lauftreff

Logo-Lauftreff

Gestern war es endlich wieder mal soweit, dass wir uns zum Lauftreff verabredet haben. Steffen, Andreas und ich.

Einige andere waren noch nicht so weit oder leider noch von Erkältung geplagt oder hatten schon was anderes vor. Gute Chancen nächste mal wieder ein paar mehr zu sein.

Wir haben zum Start unsere Standard Lauftreff Runde gewählt. Also knappe 20 Km und ca. 220 Höhenmeter.

Das Wetter für Januar mit +6° angenehm und trocken. Gefroren war nix mehr, das ist schon mal positiv.

Die Weg sind zum Teil verdammt rutschig, so dass nur eher kleinere Bewegungen von den Beinen her gemacht werden konnte. Sobald man nur etwas länger nach außen laufen ließ ist man sofort weg gerutscht. Zwischen drin waren aber auch trockene Wege zu verzeichnen wo dann dann alles wieder “normal” bewegt werden konnte.

In Summe eine gute Runde mit Potential zur Verbesserung. Aber zum Anfang des Jahres und im Januar kann man da nicht wirklich laut meckern.

Es kann wieder losgehen.

D willst mitmachen ? – Info und Anmeldung hier.

Bergrennen 2019

Am Sonntag, den 22.09.2019 war es endlich mal wieder soweit, dass wir das Bergrennen angehen konnten.
Ich habe das Bergrennen mit Absicht auf den Sonntag gelegt, damit wir nicht die Besucherparkplätze der Gärtnerei HORTENSE belagern und so den Betrieb stören.
Leute ich sag’s euch, der Hammer die hatten verkaufsoffenen Sonntag. Ich brech zusammen. Wir haben tatsächlich Parkplätze der Kundschaft belegt und es war ein reges kommen und gehen. Jetzt weiss ich nicht wer es tatsächlich war – die Chefin ? – egal sie war unheimlich freundlich und hat uns angeboten auf dem gegenüberliegenden Firmengelände zu parken (DANKE) – alles Cool !

Es trafen sich Andi, Georg und ich. Klar gab es erst mal Gespräche und es wurde gefachsimpelt über die unterschiedlichen Geräte und Ausstattungen. Jeder hat ne andere Sicht und Meinung und so bunt waren dann auch die Geräte an den Füssen – ist ja toll, dass es soviel unterschiedliche Auswahl gibt.

Wir sind zum warm rollen zum Start an den Stoppomat gerollt. Dort haben wir noch Horst getroffen, die Stempelkarten beschriftet und los ging es dann. Ich war als erster gestartet und wurde aber recht schnell von Andi und Georg überholt nach ner Weile hat mit dann auch noch Horst versägt. So gehts halt. Leider habe ich dann noch meine Stempelkarte verloren – ist mir in den vielen Bergrenen jetzt auch noch nicht passiert  – und ich musste  kurz umdrehen – war nicht viel Zeit das hat es nicht gerissen.

Für mich lief es ganz gut, also es fühlte sich ganz gut an. Horst habe ich nie wirklich aus den Augen verloren aber keine Chance gehabt den Abstand wieder zu verringern.

Oben angekommen gestempelt und natürlich gefreut und abgeklopft, dass wir so ein tolles Rennen hatten.

Ich habe es wieder geschafft unter 30 Minuten zu sein und das ist mir wichtig gewesen.

Gratulation an die anderen, die echt gute Zeiten hatten – Chapeau !

So sieht nun die Wertung aus.

Bild-Wertung-Bergrennen

Mir hat es wieder Spass gemacht – im Anschluß sind wir wie üblich dann über den Lichtenstein und die Bahntrasse wieder zurück an den Parkplatz.

Die schwäbische Alb ist einfach schön und hat coole Strecken zum Cross Skaten. Wer Bock hat meldet sich bei mit und wir rollen mal zusammen.

Einen herzlichen Dank an das Team vom MTB Club Pfullingen, die den Stoppomat betreiben, erhalten, pflegen und auch die Werte auslesen und auf den Webseiten veröffentlichen. Super !

Wer ist nächstes Mal dabei ? Bitte bei mir melden.

Hagi

Nach dem Sommer kommt der Herbst …

zumindest war das mal so … im Moment fühlt es sich an als würde es gleich in den Winter gehen.

Die schwäbische Alb (direkt vor meiner Haustüre) ist bereits weiß. Alos soviel zum Thema Sommer-/Winterzeit – das werden wir als Cross Skater einfach so von der Natur umgestellt – ohne ein EU Parlament (Was kostet uns das alles eigentlich und haben wir nicht dringlichere Dinge ?).

Nichts desto trotz gibt es sicher noch Möglichkeiten zu Rollen – bitte aufpassen auf all die Hindernisse (Nüsse, Kastanien, Blätter und sonstiges was uns die Bewegungsfreiheit einschränkt oder sogar das Rollen gefährlicher macht).

Bodenseetour 2017

Die alljährliche Tour stand mal wieder auf dem Programm. Der Termin lange schon festgeschrieben und veröffentlicht.

Leider werden wir immer weniger, bedingt durch Krankheit, Zeitproblem und was der Geier was es alles für gute Gründe gibt das nicht mitzumachen. Einer ist sicher die Tour an sich – das ist nun mal nicht wirklich die Feierabendrunde so zwischen durch.

Kurzum nur Alex und ich waren die Akteure in diesem Jahr.

So gegen 7:25 konnten wir vom Treffpunkt Nordic Sports Reutlingen loslegen. Wir hatten uns vorgenommen die Sache ganz gemächlich oder sagen wir eher verträglich anzugehen.

Das Wetter war ausgezeichnet. Sonne, alles trocken und wirklich nicht zu heiß (wie schon an machen Tour in den vergangen Jahren).

Die Strecken sind bekannt und können aus den vergangen Beiträgen genauer angeschaut oder sogar heruntergeladen werden.

Wir kamen gut voran und fühlten uns immer einigermaßen Fit.

Einziges Manko war, dass sich der Alex einen Stahlspan einfing der sich durch den Mantel bohrte und für einen “schönen” Platten sorgte. Aber kein Problem, Ersatzrad dabei, gewechselt und weiter ging es.

Die Strecken sind über die Jahre zum Teil schlechter geworden, wie das halt so ist bei Rad- und Wirtschaftswegen mit Bäumen in der Nähe. Aber im großen Ganzen alles echt gut.

Balingen wie gehabt erste Zwischenstation bei 50 Km mit Mittagessen und “Tanken”.

Danach kommt der “spannendste” Teil der Tour mit den meisten Anstiegen – die harten Dinger gehe ich immer zu Fuss. Gosheim, die 18% Steigung ist gar nicht möglich zu rollen, weil es nur auf einen vielbefahren Straße voran geht. Dafür wird man dann mit schönen Abfahrten belohnt oder mit dem schönen kalten Weizen im Sportheim Böttingen, so ca. 20 Km vor Tuttlingen (Etappenziel).

Hier geht es ja spannend den Berg runter wo dann doch mal höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. Die guten Bremsen erlauben das. Wie gesagt, wir haben uns auch immer fit genug gefühlt um sicher auf den Geräten zu stehen.

Der erste Tag ist vorbei und wir freuen uns mit einer ganz tollen Durchschnittsgeschwindigkeit durchgekommen zu sein.

Nach einem opulenten, fleischlastigen Abendessen verbringen wir die Nacht mit viel Regen, wie gehabt im Rössle. Ich hatte leider meine Schuhe zum “trocknen” Auf den Sims gestellt, die waren dann randvoll und sind bis zum nächsten Morgen natürlich nicht mehr getrocknet. Dinge passieren (frei aus dem englischen 🙂 )

Der nächste Morgen wird etwas später gestartet, so gegen 8:40 – aber das ist egal. Das Wetter ist gut die Sonne zeigt sich – die Temperatur angenehm. Die Schuhe sind flüssigkeitsgekühlt, was will man mehr ?

Der erste Anstieg ist der Wittoh, den wir wie immer nur einen Teil hoch schieben und den Rest zu Fuss machen.

Dann fangen die super Abfahrten an. In der Steige mit Waldstücken kann man wieder erkennen, dass nachts ganz schön was los war, wettertechnisch gesehen.

Unsere Idee ist, dass wir die ersten 30 Km bis zum See also Bodman-Ludwigshafen am Bahnhof durchrollen und dort dann wieder eine kleine Pause mit Zuckerwasser (Cola, Spezi, etc.) und Co. machen.

Soviel zur Theorie: denn am Bahnhof war eine Sperre und eine Aufsichtsperson hat keinen durch gelassen. Was war los. In der Nacht muss hier die Hölle losgewesen sein – Bäume umgeknickt, Schlammlawine im Bahnhof. Der Radweg, Strasse und die Bahnstrecke wurde komplett gesperrt.

Plan B durch den Ort. In der Mitte des Ortes, der etwas höher liegt sind wir in eine Metzgerei mit Imbiss und haben uns wie geplant versorgt. Dort wurden wir informiert, dass die die ganze Nacht durch Wasser gepumpt, geschoben und aufgeräumt haben.

Die gesamte Metzgerei sei unter Wasser gestanden. Der totale Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass wir oben waren und es nur noch ein wenig hoch ging zum Ortsende.

Da ist also alles von oben wie eine Flutwelle nach unten geschossen. Alle umliegenden Häuser wurden ausgepumpt und mit Eimern leer gemacht. Eine Frau hat uns noch mit einem Augenzwinkern gefragt, ob wir nicht mal richtigen Sport machen wollten.

Wir sind dann ein Stück hoch gerollt um dann den Ort auf der Strasse zu verlassen. Nach einer Weile sind wir an unserem Radweg wieder rausgekommen. Puh, wir dachten schon jetzt ist Zug angesagt.

Es sah also alles wieder einigermaßen in Ordnung aus, zumindest für uns.

Unterwegs haben wir noch einige Schlammbäder mitgenommen aber das waren nur noch kleine Überreste auf dem Radweg. Bis auf den Tunnel, der gesperrt wurde und gerade von Städtischen Angestellten gereinigt wurden, das Ding stand wohl komplett unter Wasser und ist mit Schlamm vollgelaufen.

Jetzt ging alles wieder normal weiter. Das Wetter war immer noch super alles perfekt zum Rollen.

So langsam können wir abkürzen, denn es lief echt gut. Lustigerweise haben wir noch den Martin getroffen der mit einer Radlergruppe unterwegs war und es ziemlich eilig hatte nachhause zu kommen, denn bis RV, vor allem Vogt waren es noch einige Kilometer. Also wenn wir uns da verabredet hätten, hätte das ganz sicher nie geklappt.

Wir haben uns zum Abschluss der Tour den Toni gegönnt um noch mal kurz Inne zu halten und uns zu freuen, dass wir es wieder geschafft haben und gesund und munter angekommen sind.

Nach der Dusche und dem obligatorischen Empfangsbierchen sind wir noch auf das Hafenfest und haben den Tag sehr schön mit Speiß und Trank ausklingen lassen.

Die haben da extra für uns eine ca. 50 Personen große Band aufgestellt , eigentlich tendenziell mit ufftata Musik haben aber auch ganz tolle neue Lieder gespielt und sogar tolle Sänger dabei gehabt. Das war echt toll und natürlich nur für uns 😛  😎 .

 

Wir hoffen darauf, dass nä. Jahr wieder mal ein paar mehr mitgehen ! Leute das Gefühl es geschafft zu haben ist schon Besonders.

Zum Schluß noch ein paar technische Daten – wie immer sind die Höhenmeter ein Rätsel für uns und wir sind nicht sicher, ob die Uhren das alles so richtig anzeigen.

Tag 1: 95,2 Km; 1300 HM; 14,2 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit

Tag 2: 95,4 Km; 400 HM; 16,1 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit

Bodenseetour 2017 – Termin festgelegt

Liebe Cross (Touren-) Skater auch in 2017 wollen wir wieder mit den Cross Skates an den Bodensee.

Der Termin wurde nun festgelegt auf 21. Juli 2017

Wir starten wie üblich am Freitag morgen.

Dann geht es in 2 Etappen zu je fast 100 Km an den See und noch viel weiter bis Wasserburg.

Am Sonntag geht es mit dem Zug zurück.

Freitag, den 21. Juli bis Sonntag, den 23. Juli 2017

Bodenseetour

Wer Lust hat bitte melden.

Wie immer alles auf eigene Gefahr und vollkommen privat organisiert.

Die Etappen sind nicht ohne, da es doch einige Höhenmeter zu überwinden gibt, mal abgesehen von der Länge.

Ich freue mich schon wieder darauf.

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