Bodenseetour 2017

Die alljährliche Tour stand mal wieder auf dem Programm. Der Termin lange schon festgeschrieben und veröffentlicht.

Leider werden wir immer weniger, bedingt durch Krankheit, Zeitproblem und was der Geier was es alles für gute Gründe gibt das nicht mitzumachen. Einer ist sicher die Tour an sich – das ist nun mal nicht wirklich die Feierabendrunde so zwischen durch.

Kurzum nur Alex und ich waren die Akteure in diesem Jahr.

So gegen 7:25 konnten wir vom Treffpunkt Nordic Sports Reutlingen loslegen. Wir hatten uns vorgenommen die Sache ganz gemächlich oder sagen wir eher verträglich anzugehen.

Das Wetter war ausgezeichnet. Sonne, alles trocken und wirklich nicht zu heiß (wie schon an machen Tour in den vergangen Jahren).

Die Strecken sind bekannt und können aus den vergangen Beiträgen genauer angeschaut oder sogar heruntergeladen werden.

Wir kamen gut voran und fühlten uns immer einigermaßen Fit.

Einziges Manko war, dass sich der Alex einen Stahlspan einfing der sich durch den Mantel bohrte und für einen „schönen“ Platten sorgte. Aber kein Problem, Ersatzrad dabei, gewechselt und weiter ging es.

Die Strecken sind über die Jahre zum Teil schlechter geworden, wie das halt so ist bei Rad- und Wirtschaftswegen mit Bäumen in der Nähe. Aber im großen Ganzen alles echt gut.

Balingen wie gehabt erste Zwischenstation bei 50 Km mit Mittagessen und „Tanken“.

Danach kommt der „spannendste“ Teil der Tour mit den meisten Anstiegen – die harten Dinger gehe ich immer zu Fuss. Gosheim, die 18% Steigung ist gar nicht möglich zu rollen, weil es nur auf einen vielbefahren Straße voran geht. Dafür wird man dann mit schönen Abfahrten belohnt oder mit dem schönen kalten Weizen im Sportheim Böttingen, so ca. 20 Km vor Tuttlingen (Etappenziel).

Hier geht es ja spannend den Berg runter wo dann doch mal höhere Geschwindigkeiten gefahren werden. Die guten Bremsen erlauben das. Wie gesagt, wir haben uns auch immer fit genug gefühlt um sicher auf den Geräten zu stehen.

Der erste Tag ist vorbei und wir freuen uns mit einer ganz tollen Durchschnittsgeschwindigkeit durchgekommen zu sein.

Nach einem opulenten, fleischlastigen Abendessen verbringen wir die Nacht mit viel Regen, wie gehabt im Rössle. Ich hatte leider meine Schuhe zum „trocknen“ Auf den Sims gestellt, die waren dann randvoll und sind bis zum nächsten Morgen natürlich nicht mehr getrocknet. Dinge passieren (frei aus dem englischen 🙂 )

Der nächste Morgen wird etwas später gestartet, so gegen 8:40 – aber das ist egal. Das Wetter ist gut die Sonne zeigt sich – die Temperatur angenehm. Die Schuhe sind flüssigkeitsgekühlt, was will man mehr ?

Der erste Anstieg ist der Wittoh, den wir wie immer nur einen Teil hoch schieben und den Rest zu Fuss machen.

Dann fangen die super Abfahrten an. In der Steige mit Waldstücken kann man wieder erkennen, dass nachts ganz schön was los war, wettertechnisch gesehen.

Unsere Idee ist, dass wir die ersten 30 Km bis zum See also Bodman-Ludwigshafen am Bahnhof durchrollen und dort dann wieder eine kleine Pause mit Zuckerwasser (Cola, Spezi, etc.) und Co. machen.

Soviel zur Theorie: denn am Bahnhof war eine Sperre und eine Aufsichtsperson hat keinen durch gelassen. Was war los. In der Nacht muss hier die Hölle losgewesen sein – Bäume umgeknickt, Schlammlawine im Bahnhof. Der Radweg, Strasse und die Bahnstrecke wurde komplett gesperrt.

Plan B durch den Ort. In der Mitte des Ortes, der etwas höher liegt sind wir in eine Metzgerei mit Imbiss und haben uns wie geplant versorgt. Dort wurden wir informiert, dass die die ganze Nacht durch Wasser gepumpt, geschoben und aufgeräumt haben.

Die gesamte Metzgerei sei unter Wasser gestanden. Der totale Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass wir oben waren und es nur noch ein wenig hoch ging zum Ortsende.

Da ist also alles von oben wie eine Flutwelle nach unten geschossen. Alle umliegenden Häuser wurden ausgepumpt und mit Eimern leer gemacht. Eine Frau hat uns noch mit einem Augenzwinkern gefragt, ob wir nicht mal richtigen Sport machen wollten.

Wir sind dann ein Stück hoch gerollt um dann den Ort auf der Strasse zu verlassen. Nach einer Weile sind wir an unserem Radweg wieder rausgekommen. Puh, wir dachten schon jetzt ist Zug angesagt.

Es sah also alles wieder einigermaßen in Ordnung aus, zumindest für uns.

Unterwegs haben wir noch einige Schlammbäder mitgenommen aber das waren nur noch kleine Überreste auf dem Radweg. Bis auf den Tunnel, der gesperrt wurde und gerade von Städtischen Angestellten gereinigt wurden, das Ding stand wohl komplett unter Wasser und ist mit Schlamm vollgelaufen.

Jetzt ging alles wieder normal weiter. Das Wetter war immer noch super alles perfekt zum Rollen.

So langsam können wir abkürzen, denn es lief echt gut. Lustigerweise haben wir noch den Martin getroffen der mit einer Radlergruppe unterwegs war und es ziemlich eilig hatte nachhause zu kommen, denn bis RV, vor allem Vogt waren es noch einige Kilometer. Also wenn wir uns da verabredet hätten, hätte das ganz sicher nie geklappt.

Wir haben uns zum Abschluss der Tour den Toni gegönnt um noch mal kurz Inne zu halten und uns zu freuen, dass wir es wieder geschafft haben und gesund und munter angekommen sind.

Nach der Dusche und dem obligatorischen Empfangsbierchen sind wir noch auf das Hafenfest und haben den Tag sehr schön mit Speiß und Trank ausklingen lassen.

Die haben da extra für uns eine ca. 50 Personen große Band aufgestellt , eigentlich tendenziell mit ufftata Musik haben aber auch ganz tolle neue Lieder gespielt und sogar tolle Sänger dabei gehabt. Das war echt toll und natürlich nur für uns 😛  😎 .

 

Wir hoffen darauf, dass nä. Jahr wieder mal ein paar mehr mitgehen ! Leute das Gefühl es geschafft zu haben ist schon Besonders.

Zum Schluß noch ein paar technische Daten – wie immer sind die Höhenmeter ein Rätsel für uns und wir sind nicht sicher, ob die Uhren das alles so richtig anzeigen.

Tag 1: 95,2 Km; 1300 HM; 14,2 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit

Tag 2: 95,4 Km; 400 HM; 16,1 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit

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