Präzisionsachswellen für skike V07

Es kann manchmal mühselig sein den Geradeauslauf der skike einzustellen.

OK, es kann sein, dass dies nur Vielfahrer betrifft oder nervt, die auch öfter mal einen Wechsel der Mäntel vornehmen oder einfach nur mal die Räder tauschen (in bekannter Weise von vorne links nach hinten rechts und von vorne rechst nach hinten links).

So kommt man halt doch öfter mal in den Genuss die Spur wieder einzustellen.

Besonders blöd ist es wenn das unterwegs ist wo man doch im Training ist und eigentlich ungern unterbrochen wird.

Warum ist das so ?

Die Schlossschraube sitzt mit dem Gewinde in der Vorderradgabel. Ein Gewinde hat in Regel einen geringeren Außendurchmesser. Dieses geringe Spiel reicht aus die Spur so zu verstellen, dass der Skike nach links oder recht weg rollt.

Mit den Präzisionsachswellen hat sich das erledigt. Warum eigentlich ?

Das ist einfach zu erklären. Die Wellen sind erst mal vom Durchmesser besser geeignet (Passgenauigkeit) zur Aufnahme der Lager (Spacer, Reduzierhülse, wie auch immer). Jetzt kommt’s: die Lagerfläche ist so lang, dass sie in der Vordergabel aufliegt und somit quasi spielfrei eingebaut werden kann. Ganz einfach oder ?

Die erste Montage kann etwas schwerer sein, weil noch Lackreste in der Vordergabel sind und den Durchlass etwas verengen.

Man sollte auch die Lauffläche der Spacer, Reduzierhülsen – Lageraufnahme reinigen und einen Tropfen Öl auf die Achswelle geben.

Dann geht das alles sehr gut zu montieren. Die selbstsichernden Muttern anziehen und fertig.

Übrigens eine Mutter ist eingeklebt und auch farblich markiert. Die bitte nie öffnen. Ich habe mir angewöhnt alle Muttern innen zu montieren so dass Außen immer aufgemacht wird – so wie bei den Original – Schlossschrauben auch.

Ich habe die Achswellen nun ca. 1 Jahr drin und viele Radwechsel in der Zwischenzeit durchgeführt – alles funktioniert problemlos und die Spur muss nicht eingestellt werden – super.

Lauftreff am Sonntag

Heute haben wir uns ganz früh verabredet. Treffpunkt 8 Uhr (meine Güte und das am Sonntag – was tut man nicht alles für den Sport).

Wir wurden eingeladen zum Pulka-Rennen von Jochen alias Fireskater. Er hat sich nämlich einen Pulka zugelegt um auch mit seinem 8 Monate alten Sohn draußen unterwegs sein zu können, sei es beim Jogging, Radeln oder halt Cross Skaten (im Winter dann Skating auf Ski).

Eigentlich hätte noch Volker dazu kommen sollen mit seiner Pulka – aber der hat kurzfristig eine Reise nach Afrika angetreten und  musste dann absagen. (So geht das Leben an einem vorüber 🙂 )

So war es Nina, die Frau von Jochen, die den Pulka kurzerhand ans Mountainbike ankoppelte und los ging es.

Erst mal alles ganz gelassen leicht den Hügel hoch auf Schotter Waldwegen und eben auf Asphalt zum Anstieg im Wald.

Denn kannte ich ja schon und wusste, dass dies nicht die ganz leichte Aufgabe ist. Denn kontinuierlich auf Schotter den Berg hoch ist schon ne ganze Menge Arbeit.

Also das ist für Fahranfänger absolut nicht geeignet.

Eine tolle Strecke, die einen immer wieder herausfordert, denn oben angekommen geht es keineswegs eben weiter, nein das Profil ist wellig. Also immer wieder auf immer wieder ab alles auf Schotter zum Teil feuchter Untergrund und nicht besonders gut rollend.

Allerdings muss ich sagen, genau diese Bedingungen sind es, die einem die Technik (laufend variierend auf unterschiedlichste Bodenbedingungen einstellen) und auch die Kraft trainieren (da muss man halt Gas geben, damit man “locker” – sagen wir leichter – über den Schotter kommt.

Nina hat auch ein paar Bilder gemacht am Bärenschlössle und ein kurzes Video. Ein nette Unterredung hat am Schloss Solitude stattgefunden, wo wir für Außerirdische gehalten wurden – aber der Sprachmodulator hat einen echt guten schwäbischen Akzent herausgebracht – die Erdlinge konnten uns ganz gut verstehen.

Danke an Nina und Jochen für die schöne Tour. Wir kommen mal wieder (das soll keine Drohung sein).

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Draußen bewegen–Bericht im Reutlinger GEA

Habe gerade den GEA in der Hand und freue mich, dass der Artikel von Heiner Keller so toll geworden ist. Über ein ganze Seite wird über den Familienspass Cross Skating erzählt.

Frieder Pflüger, der ebenfalls auf skikes unterwegs ist erzählt, wie er zu unserem tollen Sport gekommen ist – und zwar hier.

Ganz wichtig ist Leon, der erst vor kurzem einen Kurs bei mir gemacht hat – er ist ganz begeistert und bewegt sich richtig toll.

Der GEA veröffentlicht auch im Web den Artikel von Heiner.

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Erfahrungsbericht – gefederte Wendespitze

Warum bauen und vertreiben wir eine gefederte Wendespitzen ?

Anfänglich habe ich das immer weit von mir gewiesen und in der Rubrik “Dinge die die Welt nicht braucht” abgelegt.

Dann kam aber unsere 1. Bodenseetour, die vom Streckenprofil her extrem anspruchsvoll ist. 2 Tage auf den Rollen und vor allem starker Stockeinsatz wegen den sehr vielen steilen Anstiegen. Nach einer gewissen Zeit wird man halt müde und die Präzision der Stockführung und der entsprechende Einsatz lässt gewaltig nach – bei mir zumindest.

Das hat dazu geführt, dass mir die Armbeugen nach der Tour so stark schmerzten, dass ich 1 Woche danach nicht zum Skaten bin.

Nun war ich überzeugt dass doch eine gefederte Spitze her muss. Allerdings war ich von dem am Markt befindlichen Material nicht überzeugt in Bezug auf Langlebigkeit.

Also musste was eigenes her. Da ich eh den Willi als gelernten Werkzeugmacher und findigen Entwickler an der Hand hatte war klar wer dafür prädestiniert ist.

Wir haben einige Informationen und Ideen ausgetauscht und es kam ein super Produkt dabei heraus (großes Lob an Willi). Bevor ich es aber in den Verkauf tat musste eine ausgiebige Testphase absolviert werden. (Also nicht im Labor und nicht mit Prüfprotokollen – sondern einfach nur im Alltag).

Die Feuerprobe war dann die letztjährige Bodenseetour – wieder 2 Tage Cross Skating von Reutlingen nach Wasserburg und jeden Tag ca. 110 Km.

Ich hatte Null Probleme mit den Gelenken und konnte auch nach der Tour sofort wieder ohne Schmerzen Cross Skaten. Fazit: Test bestanden.

Aufbau: Der Grundkörper ist aus Kunststoff der sehr gebräuchlich im Maschinenbaus ist und oft zur Lagerung verwendet wird. Darin läuft dann die aus Alu bestehende Spitzenhalterung. Das Ganze ist natürlich verdrehungssicher aufgebaut. Der Federweg beträgt max. 7 mm. Es soll ja auch nur der erste Stoß beim Aufsetzen abgefangen werden.

Montage: das geht genauso wie bei anderen Rollerspitzen. Alte Spitze entfernen, Stock vom Restkleber befreien, etwas Heißkleber in den Grundkörper und auf den Stock schieben (schnell sonst kühlt der Kleber gleich aus). Wichtig die Ausrichtung beachten damit die Spitzen auch in die richtige Richtung zeigen (bei verstellbaren Stöcken einfacher aber bei Fixlängen unbedingt drauf achten).

Wendespitze: Hartmetall – Stern mit 4 Spitzen. Die können zum einen nachgeschliffen werden, wenn sie denn nicht mehr so scharf sind und zudem gedreht werden. Also 4–facher Nutzen. Kleiner Nebeneffekt: die brechen nicht so leicht ab. (Ihr wisst ja, Ritzen und Fugen, da kann schon mal eine Spitze auf der Strecke bleiben). Achtung: die Schraube sollte Sicherheitshalber mit Schraubensicherung eingeklebt werden.

Nachteil: ein relativ hohes Gewicht. Anfänglich ist das schon sehr zu bemerken. Irgendwann hat man sich dran gewöhnt, so dass sie nicht mehr auffallen.

Vorteil: Absorption der Schläge beim aufsetzen (spürbar und hörbar). Lange Nutzungsdauer der Hartmetallspitze mit 4 Spitzen.

Ich bin mittlerweile 2800 Km mit den gefederten Wendespitzen gefahren – ich denke mal, dass davon mindestens 80% Asphalt und der Rest dann Cross ist.

Wobei Cross dann vorwiegend Schotter bedeutet – was eine sehr starke Belastung für die Spitzen und die gesamte Mechanik darstellt.

Die Wendespitze (Hartmetall Stern) hat erst 1800 Km drauf, weil ich erst mit meinen alten Spitzen angefangen habe. Mittlerweile sind die Führungen etwas eingelaufen, so dass die Spitze etwas seitliche Bewegungsfreiheit hat. Im täglichen Cross Skating Leben merke ich nichts davon.

Mittlerweiler liegen Werte von mind. 5 Paar vor. Bei mir zumindest scheint es so zu sein, dass bei ca. 3.000 Km die Führungen so eingelaufen sind, dass man die Spitze fast 90° drehen kann. Das Rekordpaar hat 3.757 Km erreicht. Der Rest liegt zeimlich gleich bei knapp 3.100 Km.

GefederteStockspitze …. so sieht sie komplett montiert aus.

 

Das sind die Wendeplatten dazu …  Wendespitze-Wendeplatte-ORG