Evolution meiner Fersenschale

Am Anfang war das Ende.

Nämlich der Klettstreifen auf meinen Skike, die mal die Fersenschale halten sollten.

Ich muss dazu sage, dass wir bei fast jedem Wetter (nass, kalt, warm) unterwegs sind und der Klebstoff über die Zeit einfach ausgeblutet ist und nicht mehr halten konnte.

Stufe 1

Irgendwie muss die Fersenschale aber halten, den ohne geht es nun mal gar nicht. Also ganz einfach 3mm Bohrer raus. Fersenschale in die richtige Position gebracht – durchbohren (1x links) Blechschraube (Spax oder ähnliches) reindrehen und Fersenschale fixieren. 2. Loch ebenso verfahren und schon ist das Ding fixiert.

So oder ähnlich könnte es dann aussehen: Variante1-1

Das geht doch schon ganz gut und hat auf einfachste Art und Weise seinen Zweck erfüllt.

Stufe 2

Nun kam es aber, dass ich mir Skating Schuhe gekauft habe. Da musste ich dann die Fersenschale eigentlich immer ganz zusammen biegen und mit meinen Outdoor Laufschuhen wieder auseinander. OK, das war jetzt natürlich nicht so einfach. Schraube raus zusammenbiegen Schraube rein – also nö, das war mir zu viel Aufwand.

Also habe ich mir anders geholfen. Die Fersenschale abgesägt, so dass nur noch der hintere Kreisbogen da war. Die Idee war ohne Montage beide Schuhwerke nutzen zu können. Der hintere Anschlag war gegeben, so dass ich nicht nach hinten rutschen konnte und es war für beide Schuhe geeignet.

Das sah dann so aus …

Variante2-1 Variante2-2

Stufe 3

Wie man auf den Bilder schon erkennen kann ist nicht mehr sehr viel Material übrig geblieben um den Bogen auf dem Skike Rahmen zu fixieren. Es kam wie es kommen musste. Wir sind ja nicht unbedingt zimperlich im Umgang mit den Geräten und so brach halt der hintere Bogen ab und das rumgeeiere auf den Geräten hat wieder angefangen.

Was tun ?  Kurz und schmerzlos ab in den Fachhandel seien Wahl und Bauwinkel geholt. Die Ecken oben abgerundet und wieder mit Schrauben auf die Geräte fixiert.

Ein Bild muss her … Variante3-1

Ist doch ganz einfach, billig und schnell montiert.

Es funktioniert auch und hat auch einige Kilometer problemlos mitgemacht. Der haken an der Geschichte ist, das ich je nach Untergrund, Belastung seitlich wegrutschen konnte. es war nicht schlimm hat aber doch zu etwas Unbehagen geführt.

Schon wieder darüber nachdenken was am Besten ist ?

Stufe 4

Eigentlich war es klar. Der Bauwinkel muss halt noch seitliche Führen erhalten.

Das hat dann Willi übernommen und aus dem Provisorium dann ein echte und gute für meine Anliegen flexible Fersenschale gebaut.

Mittlerweile habe ich ca. 300 Km drauf. Gewechselt zwischen Skating Stiefeln und den Outdoor Running Schuhen und bin vollkommen zufrieden damit.

Besonders hilfreich können die Dorne sein um die Ferse auch unten auf dem Gerät zu fixieren. Es passiert halt doch immer mal wieder – besonders im Gelände – das der Vorderfuß mehr belaste wird und sich die Ferse abheben möchte. Mit den Dornen hat man da noch zusätzlich zu den Haltegurten eine unterstützende Fixierung.

Die Fersenschale sieht nun so aus

Variante4-1 Variante4-2

Mal sehen, ob noch weitere Anpassung nötig sind.

Nacht-Biathlon

Anfang der Woche kam die eMail aus der Freitags Gruppe meines Sportvereins, ob wir uns nicht zum Nordic Walking und Schießen im Schützenhaus treffen wollen.

Gleich zugesagt und mit Jürgen verabredet, dass wir mit den Cross Skates mitmachen.

Also gestern Abend um 19:30 im Schützenverein Sondelfingen getroffen – beim Schießwart angemeldet, der auch die Standbetreuung und Überwachung gemacht hat.

Ausgestattet mit Helmlampe, Schutz (Reflektor) Jacke und Blinklicht ging es dann auf die Strecke des Herbstbiathlon. Also ca. 1,7 Km Rundkurs mit ca. 45 Höhenmetern.

Statt mit Lasergewehren haben wir mit Kleinkaliber auf 50m geschossen. Heiliger Strohsack ist das ein Unterschied – besonders im Stehen. Da habe ich nur zufällig die Scheibe getroffen und sogar 2 ins Schwarze gebracht.

Das schlimme war, dass mir die Brille angelaufen ist und ich sie abnehmen musste – so und da hat nun meine Kurzsichtigkeit nicht unbedingt dazu beigetragen, dass die Zielscheibe scharf und bewegungslos vor mir auftauchte.

Was soll’s, es hat tierisch Spaß gemacht und wir sind wieder um eine Erfahrung reicher geworden.

Und wieder ein Stück mehr Wertschätzung gegenüber den Biathlet(inn)en, die da eine große Leistung abgeben.

Das machen wir bestimmt wieder.