Bodenseetour 2010 – Etappe 2

Nach einer kurzen aber tiefschlafenden Nacht und einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann fast pünktlich, “nur” 30 Minuten später als geplant, losgekommen.

Das Wetter hat sich zusammengerissen es war wieder trocken und die Sonne schien – also beste Voraussetzungen.

Jetzt gings erst mal nach Tuttlingen um dann auch gleich mal die erste deutliche aber auch letzte große Rampe hoch zu gehen. Ja, wir sind ein gutes Stück hoch gefahren aber es wurde wieder so steil, dass wir uns entschlossen unser Pulver nicht gleich am frühen morgen zu verschießen.

Oben, wo es wieder flacher wurde haben wir die Geräte wieder angeschnallt und los.

Der höchste Punkt war dann der Witthoh 862 m mit fantastischer Sicht – das kann man mit den kleinen Kameras nicht so richtig einfangen – aber im Kopf bleibt es sicher eine Weile präsent.

Ab jetzt ging es viel bergab. Das Wetter hervorragend und bergab macht auch mal Spaß. Eine bisher lockere Sache muss ich schon sagen.

Vor Eigeltingen sind wir an dem sehr schön angelegten Golf Club Schloss Langenstein vorbei – sehr imposant  und schier unendlich. Das wird wohl gerne auch von ausländischen Gästen besucht. Kurz und heftig ging es dann hoch zu den angehörigen Stallungen und Reitschule.

Hier haben wir eine kurze Pause im Schatten von einer Hecke gemacht um gleich im Anschluss wieder angenehm abwärts zu rollen – Langenstein – Orsingen – Wahlwies. Hier haben wir wohl ein Schild übersehen und haben einen netten Haken geschlagen – naja – im Eifer des Gefechts 😉

Nun ging es nach Espasingen – wo es dann auch schon Mittagszeit war. Eigentlich wollten wir nur etwas trinken und eine Kleinigkeit essen (Kraftbrühe oder eine Gulaschsuppe). Leider gab es das nicht. Dann wollten wir 1 Portion Spagetti teilen – was erst auf ein wenig Unverständnis stieß aber dann hat die Wirtin uns vorgeschlagen Kinderportionen zu machen. Ja super – genau das war das Richtige – Kinderportion Spagetti Bolognese – Apfelschorle mit Zugabe und die Wassertanks füllen.

Zur Belustigung hat der Nebentisch beigetragen mit den Geschichten aus der Jugend, wo auch schon wahnsinnige Fahrradtouren unternommen wurden. Nette Leute – war lustig.

Nun waren wir Ruck zuck am See – Bodman-Ludwigshafen. Der Hohenzollernradweg endet hier und wir sind dem Bodenseeradweg gefolgt.

Ab hier ging es ziemlich flott zur Sache am See entlang und eigentlich immer Rückenwind – da sind wir stellenweise 17er gefahren – echt Irre.

Sipplingen – Überlingen – Birnau – Maurach hier gab es wieder eine kurze Trinkpause. Weiter ging es über Uhldingen – Meersburg – Hagnau – Immenstaad – Friedrichshafen.

In Friedrichshafen war die Hölle los – ein Fest jagte das andere mit Schaustellern und allem drum und dran. Die outdoor war ja auch noch. Nachdem wir uns durch die Menschenmasse durchgekämpft haben sind wir noch einmal eingekehrt. Trinkpause – Regensachen raus es wurde immer dunkler und kühler. Als wir wieder starteten ging es aber wieder – also ohne Regeklamotten weiter bis Eriskirch.

Alles dem Bodenseeradweg entlang. Mittlerweile hatten wir schon wieder ca. 6 Stunden Laufzeit hinter uns. Der Wegweiser zeigte uns Lindau und Kressbronn. Wir wussten, dass wir über Kressbronn wollten wegen der Strecke.

Also weiter eine Unterführung durch und weiter und weiter. Merkwürdig, es hätte längstens rechts ab nach Kressbronn sollen. Es wurde immer dunkler und fing auch schon an zu tröpfeln. Als wir dann ein Schild sahen nach Tettnang 4 Km war klar – das ist total falsch. Mehrmals die Karte studiert – aber der Maßstab war viel zu groß.

Also zurück nach Eriskirch – es fing immer stärker an zu regnen. In Eriskirch hat es dann richtig runtergelassen mit allem was dazu gehört. Ein Wolkenbruch vom Feinsten mitsamt Blitz und Donner.

Erst mal unterstehen. Regensachen raus – etwas wärmer anziehen. Nach kurzer Beratung und dem Blick auf die Uhr haben wir uns entschlossen die Tour hier abzubrechen den Zug zu nehmen. Im letzten Jahr sind wir ziemlich spät angekommen und hatten schier nichts mehr zum Abendessen bekommen – das wollten wir diesmal unbedingt vermeiden. Der starke Regen hat seinen Teil dazu beigetragen. So sind wir ein paar Stationen mit dem Zug bis Wasserburg und den Rest zur Unterkunft gelaufen.

Das war gut, denn alle konnten sich erst mal in Ruhe einrichten, duschen, umziehen. Wir sind dann gemütlich zum Abendessen und alle haben den Teller ratzeputz leer gemacht. Es war eine Freude natürlich auch Stolz als wir die einzelnen Tourabschnitte noch einmal besprochen haben.

Wie sagte Andrea “nach der Tour ist vor der Tour”.

Ein kleines Resümee

Erster Tag war eine irre Hitzeschlacht mit wesentlich mehr Höhenmetern – trotzdem haben wir unsere Etappe geschafft.

Zweiter Tag war wunderbar und wesentlich angenehmer zu fahren – allerdings mit extrem feuchtem Abschluss. Naja, aufs Wetter haben wir halt wenig Einfluss – trotzdem war es super.

Die Gruppe hat sehr gut harmoniert von der Leistung und auch so – gelacht haben wir immer nur im Keller oder im Schatten um die Ecke (iss klar – oder ?).

Keiner hatte Materialprobleme (Ok ein Sturz hat mal ein Klettband zerstört).

Ich bin total begeistert von den gefederten Wendespitzen – Null Probleme auf den Gelenken – was mich letztes Jahr doch ein wenig „geärgert“ hat.

Die Ausrüstung war gut zusammengestellt: Müsliriegel, weißes Pulver ;-), Wasser, Traubenzucker – alles OK.

Also nächstes Jahr wieder.

Karte der 2. Etappe

BodenseeTour2010_Etappe2_Karte

Höhenprofil des 2. Etappe

BodenseeTour2010_Etappe2_Höhenprofil

5 thoughts on “Bodenseetour 2010 – Etappe 2”

  1. Moin, hab gerade von der Bodenseetour gelesen.
    Plane für den Sommer eine Bodenseeumrundung. Hat da jemand ERfahrung und ein paar wertvolle Tips auf lager?
    Gruß Der Heckacher

    1. Hallo Heckacher,
      ich gehe davon aus, dass Du mit Cross Skates um den See möchtest.
      Leider habe ich persönlich keine Erfahrung mit der Umrundung.

      Dieses Etappe von Ludwigshafen-Bodman kann zumindest locker bis Seebühne Bregenz gefahren werden. Alles auf tollen Radwegen.
      Ab da wäre es schön von anderen zu lernen.

      Habe allerdings gehört, dass auf der Schweizer Seite einige schwierigere Passagen kommen sollen.

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