Bodenseetour 2010 – Etappe 1

Ich beginne mal am Vortag. Wir (zumindest ein Teil) haben uns nämlich gemütlich bei uns auf der Terrasse zum hefehaltigen Elektrolyt Getränk getroffen um die Speicher für den nächsten Tag voll zu haben 😉

Der andere Teil hat sich zur “Entspannung” noch 1 Tag Messe bei der der outdoor Friedrichshafen gegeben (oje, oje). Naja, jeder hat da sein Geheimrezept für die physische wie auch psychische Vorbereitung.

Wie auch immer ich habe gut geschlafen bin aber ganz aufgeregt im positiven Sinne ziemlich bald aufgewacht. Schön gefrühstückt, denn ohne Mampf kein Kampf.

Axel kam etwas später “nur” auf einen Kaffee und wir sind pünktlich um 8 los um Rainer abzuholen. Axel sagte schon, dass mein linkes Hinterrad nicht dreht wenn es in der Luft ist und ich hatte auch schon gedacht, dass es schon ziemlich mühselig anfängt.

OK – es war die Fersenschale, die auf Hinterrad gedrückt hat und ich musste noch mal zurück um eine neue zu montieren.

Aber dann ging’s los – “in echt”.

Wir sind erst mal ca. 30 Km nach Mössingen (geplant waren 20 Km aber irgendwie haben wir den richtigen Absprung nicht geschafft und haben uns noch spontan die schöne Landschaft angeschaut). Dort wollten wir ja Andrea und Conni noch treffen.

Tolle Sache, die beiden haben uns dann auch schon längstens erwartet und wir sind zu Andreas Eltern gefahren um dort den ersten Boxenstopp zu haben. Alle Tanks wurden gefüllt – vielen Dank noch mal an die netten Eltern von Andrea.

So – jetzt ging es in Richtung Burg Hohenzollern aus Mössingen weiter. Die Temperatur stieg steil an es hatte bereits gefühlte 38° um 11 Uhr morgens.

Leider musste ein Teilnehmer vorzeitig abbrechen. Es war einfach zu heiß und seine Verfassung aufgrund von notwendigen Medikamenten einfach zu schlecht Vernünftigerweise hat er abgebrochen. Zum Glück ist er gesund und munter wieder zu Hause angekommen.

Der Rest blieb hartnäckig dabei auch wenn es manchmal schwer fiel. Die Hitze war schon eine besondere Herausforderung. Der Wasserbedarf war gewaltig.

In Höhe von Bodelshausen stiegen wir dann in den Hohenzollernradweg ein, der echt gut beschildert ist und uns  zuerst nach Hechingen brachte. Immer mit schönem Blick auf den Hohenzollern.

Über Stetten ging es nach Wessingen – Bisingen – Engstlatt nach Balingen .- wo wir in der Fußgängerzone einen Stopp machten.

Apfelschorle, Müsliriegel (zum Teil selbstgemachte) und 2 Löffel Nahrungsergänzung zum umrühren

Die Leute in dem Eiskaffee haben uns sehr hilfsbereit unsere Tanks wieder mit Wasser gefüllt.

Weiter geht es über Endingen – Erzingen – Dottenhausen – nach Schömberg.

An einem See (Stausee) vorbei wir wollten erst mal alle sofort rein springen – das war ein Bild und Sehnsucht nach Abkühlung hat uns gepackt.

Kurzer Halt – Andrea kannte eine Abkürzung – ich sag nur kurz und heftig – mein lieber Schwan – bei mir rollte nix mehr – das war nur noch extrem gegen den Berg schieben – aber kurz !

Jetzt ging es weiter nach Schörzingen – da haben wir uns erst mal auf einer Wiese in den Schatten gelegt – Pause – Riegel, Trinken und einfach nur ausruhen.

In der Nachbarschaft durften wir bei freundlichen Leuten wieder unsere Wassertanks füllen und weiter ging es in Richtung Delkofen allerdings durften wir vorher noch ein wenig Arbeiten. Heiliger Strohsack ging es da rauf. So wie es aussah ist die Strecke berühmt berüchtigt. Denn auf dem Asphalt waren Totenkopf und eine Steigungsangabe von 25% aufgemalt – wir haben uns nachher darüber unterhalten es sind sicher keine 25% gewesen aber es war “nur” eine höllische Arbeit.

Zum Schluss wurde es so steil, dass wir den Rest gelaufen sind (guter Einfall von Rainer). Das hätte zu viele Körner gekoste und wir hatten ja noch ein paar Meter vor uns.

Oben angekommen wurden wir sogleich belohnt – schöne Sicht – schöne Tour – echt klasse.

Erst ging es mal wider runter – dann auf super Wegen in Richtung Gosheim. Hier wieder eine Abkürzung (am Hermle – Fräsmaschinen vorbei) von Andrea, die wir gerne nutzen um kurz vorm dem Ortsausgang an einem Schild vorbei zu laufen wo 18% drauf stand. Hilfe – das haben wir uns nicht angetan. 1. zu steil = riesiger Kraftaufwand. 2. es ist eine befahrene Straße ohne Radweg – also das musste wirklich nicht sein.

Nach gefühlten 120 Minuten sind wir endlich oben angekommen (Aussichtspunkt – Klippeneck etc. haben wir uns nicht gegönnt aus zeitlichen Gründen) haben wir noch kurz Bilder vor dem Höhenschild (985m unser höchster Punkt bei dieser Tour) gemacht.

Jetzt ging es Richtung Böttingen – nach Resiberg. Alles im Naturpark Obere Donau. Zwischendrin auf kurzen Abschnitten auf der Straße (leider – das fahren die Dir um die Ohren als wäre der Nürburgring) – der große Rest ist allerdings auf richtig tollen, ruhigen Wegen durch eine wunderbare Landschaft.

Es war Zeit sich eine Unterkunft zu suchen. Was sich als nicht ganz einfach herausstellen sollte. Ich war sowieso schon ziemlich platt und hatte keine Lust mehr.

Angefangen haben wir in Rußberg – da hatten wir schon die Anzahl Autos gesehen und es hat sich bestätigt – ausgebucht.

Also weiter auf anraten des Wirts nach Resiberg – der Wirt dort hatte leider auch nix hat auch noch bei seinem Kollegen im Dorf angefragt, der auch keine Zimmer mehr hatte.

Empfehlung “runter” ins Tal nach Wurmlingen. Gesagt getan.

Der totale Wahnsinn nettes Städtchen mit einigen Gasthöfen – aber komplett ausgebucht – ja gibt es denn so etwas ? Das einzige war ein Hotel der gehobenen Klasse – da hat nicht nur mein Schwabenherz nein gesagt.

Conni hat ein paar Leute, die am Straßenrand saßen gefragt- die haben gleich noch das Branchenbuch für uns gewälzt und angerufen. Juhe ein Zimmer war gefunden – allerdings war dort heute Ruhetag und somit nix zu essen.

Also noch vor Ort (der nächste Weg) etwas gegessen. Schade, dass dies so ohne Dusche und vorherige Ruhe geschehen ist – denn der Hunger war groß aber der Körper hat noch nicht so richtig zuschlagen können. Schade ich musste einiges zurückgehen lassen 🙁

Also gestärkt aus der Gasthaus raus um den weg ins Hotel anzutreten. kaum waren wir draußen hat es angefangen zu regnen und es war auch schon ziemlich dunkel. Wir haben diskutiert, Mensch so fertig nochmal auf die Geräte, rufen wir ein Taxi, ach Mensch es regnet ich hab keine Lust mehr usw.

Dieses Gespräch hatte ein Gast mit angehört, der ebenfalls am Gehen war und hat uns gefragt wo wir den hin müssen. Mit dieser Information hat er uns angeboten alles ins Auto zu laden und uns zu fahren. Wow – der Hammer. Echt klasse und so nett – wir konnten es nicht fassen. Auf der Heimfahrt hat er uns dann erzählt, dass ein jährlich wiederholendes Musikspektakel mit Gästen von weit her stattfindet und deshalb alles ausgebucht ist.

So jetzt nur noch den Wirt (http://www.hotel-restaurant-lamm-weilheim.de/) raus klingeln und Zimmer beziehen – duschen – ab in die Kiste und erfolgreich ein Koma simulieren.

Das schönste ist, dass wir trotz der großen Hitze unser Ziel, die ersten 100 Km zu schaffen, erreicht haben.

Karte

BodenseeTour2010_Etappe1_Karte

Höhenprofil

BodenseeTour2010_Etappe1_Höhenprofil

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